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Auf der Webseite sind Sie der 85126 Besucher ! Das Kopieren von Bildern und Texten ohne meine Genehmigung ist verboten ! © by Heideroller Klaus-Peter Busse
Hafen Museum Hamburg 16.05.09

Die Heideroller zu Besuch im Museum für Arbeit
in der  Außenstelle des Hamburger Hafen.

 

Ein Tag wie jeder andere.....?
Nein, kein Tag wie jeder andere.....!
Die Heideroller Orje und Eugen hatten zu einer Tour in das Museum für Arbeit in die Außenstelle im Hamburger Hafen gerufen.
Die Heideroller trafen sich diesmal in Bardowick auf dem Parkplatz der dortigen Volksbank.

 


Nachdem alle zur Stelle waren und auch der letzte seinen Roller an der Tanke voll gefüllt hatte, blas der Tourenguide Orje zum Aufbruch mit 8 Rollern in Richtung Hamburg.
Die Strecke führte uns über die Landesstrasse über Radbruch, Winsen, Stelle, HH Maschen, Fleesetedt, Ehestorf nach Hausbruch. Hier legten wir  dann  eine Pause, da in Hausbruch noch ein Fahrer dazu kam.

 


Dann ging es weiter Richtung Waltershof, über die Köhlbrandbrücke




und über die Australiastrasse zum Hafenmuseum.




Wir bekamen einen Parkplatz direkt vor dem Museum.



Nachden wir dann den Eintritt bezahlt hatten, bekam jeder seine Eintrittskarte ausgehändigt. Diese bestand aus einem kleinen Aufkleber, den man sichtbar auf seiner Kleidung ankleben musste. So sahen die Ordner gleich, wer schon gezahlt hat und wer nicht.



Wir betraten als erstes das Schaudepot, wo sich einige erst mal einen Kaffee gönnten.



Schnell teilten wir uns in kleine Grüppchen auf. Nachdem meine kleine Gruppe seinen Kaffee ausgetrunken hatte und die Karte studiert wurde, die Joachim vom Gelände besorgte,





gingen wir zuerst zum Freigelände.

Hier sahen wir als erstes ein Polizeiboot mit einigen Personen an Bord vorbeifahren.



Es handelte sich um die Elbe 1, ein Unterelbestreifenboot der Wasserschutzpolizei. Dieses Boot war 1993 das Flaggschiff der Hamburger Wasserschutzpolizei.Sein Einsatzgebiet reichte bis zur Hoheitsgrenze in der Nordsee und der  Insel Neuwerk. Sein Einsatz bestand aber im wesentlichen im Unterelbestreifendienst. Das 1965 auf der Schiffswerft Ernst Menzer in Hamburg Bergedorf gebaute Boot ist 32,35 Meter lang, 5,40 Meter breit und hatte mit seinen vier Mann Besatzung einen Tiefgang von nur 1,70 Metern. Es erreicht mit seinen zwei je 465 PS starken Dieselmotoren eine Geschwindigkeit von 16 Knoten.
Seine 8000 Liter Dieseltreibstoff reichen für 700 Seemeilen.
Heute kann die Elbe 1 für Gruppenveranstaltungen gemietet werden und ist für 40 Personen max. zugelassen.
Sie bietet in zwei Räumen unter Deck Platz zwei Gruppen a 15 Personen.

Dann entdeckten wir einen Sicherheitshinweis !


                
Im Freigelände liegen einige alte Schätzchen aus der guten alten Zeit wie z.B der Schutensauger „Sauger IV“

 

Was ist ein Schutensauger?

 Der Schutensauger mit dem Namen Sauger IV wurde 1909 bei der Lübecker Maschinenbaugesellschaft gebaut und im Hamburger Hafen eingesetzt und ist ein Pumpgerät ohne eigenen Antrieb, welches von Schleppern an den jeweiligen Einsatzort gezogen wurde. Er wurde zur Entsorgung, bzw. zum Abtransport von Sand, Schlick etc, dem sogenanten Baggergut, aus dem Hafenbau eingesetzt. Schuten transportieren das Baggergut zwischen den Baggern und dem Sauger.(Deshalb der Name Schutensauger)




Am Schutensauger angekommen wurde das Baggergut aus den Schuten gesaugt und über kilometerlange Rohrleitungen auf die Spülfelder gepumpt. Der Sauger IV hat eine Länge von  33,30 Metern, ist  8,00 Meter breit und nur einen Tiefgang von 2,20 Metern. Der Sauger verfügt über einen ölbefeuerten Wasserrohrkessel und versorgt damit zwei Dampfmaschinen:
Eine Dreifach-Expansions-Dampfmaschine mit 720 PS für die Förderpumpe und eine
Zweifach-Expansionsdampfmaschine mit 180 PS für die Wasserpumpe.
Der Sauger war bis 1989 noch im Einsatz und bietet 13 Mann Unterkunft. Im Jahre 1996 wurde der Sauger IV von der Strom- und Hafenbau übernommen, und zur Zeit als Museumsobjekt restauriert . Die Maschinen werden betriebsfähig erhalten und können an den im Jahresprogramm bekanntgegebenen Wochenenden besichtigt werden.


Hier ein Blick auf die Brücke



Der Maschinenraum


 
Daneben liegt der Schwimm-Dampfkran Saatsee, welcher 1924 in Betrieb genommen wurde und mit Kohle befeuert wird.



Die Saatsee, die früher mal Simson hieß, wurde im Nord-Ostsee-Kanal zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau eingesetzt. 1986 wurde er nach 65 Jahren außer Dienst gestellt und drei Jahre später konnte das Museum der Arbeit die Saatsee übernehmen.



Hier ein Blick auf die Dampfmaschine ....



Nach einer sorgfältigen Restaurierung ist der Kran wiederfunktionsfähig und wurde 1995 als Museumsobjekt in Betrieb genommen.

Wieder draußen wollte Orje uns eben mal schnell vorführen, was die Glocke geschlagen hat. 

Doch Eugen hat vorgesorgt, als ob er wußte was kommt ... 

 

 


Etwas weiter liegt die „MS Bleichen“ am Kai.
 



 

 
Auch dieses Schiff kann man schon zum Teil besichtigen. An Bord finden umfangreiche Restaurationsarbeiten statt. Eugen verstrickte die ehrenamtlichen Helfer gleich in ein interessantes Gespräch. Dabei erfuhr er, das ein Vereinsmitglied sogar für 3 Tage im Monat aus dem Ruhrgebiet nach Hamburg kommt, um bei der Erhaltung und dem Aufbau der Bleichen zu helfen.



Hier ein Blick in den Kapitänsbereich





Sogar ein kleines Bad konnte der Kapitän sein eigen nennen,



und hier die Offiziersmesse.



Dort fand Joachim sein verlorengeglaubtes Modellschiff aus der Kindheit wieder....




Während des Rundganges stieg uns plötzlich Essensgeruch in die Nase. Meine Nase führte uns schnurstracks in die Kombüse, wo der ehrenamtliche Smutje fleißig den Kochlöffel schwang.



Schnell kamen wir in´s Gespräch und da er etwas zu viel gekocht hatte, konnte unsere 4er Gruppe mit der Mannschaft zusammen für ein kleines Geld lecker Kassler mit Sauerkraut, Kartoffeln und Soße essen. Dazu gab es ein Mineralwasser und zum Nachtisch dann noch Pfirsich mit Vanillesoße.



Da wir ja nun mit der Mannschaft an einem Tisch saßen, konnten wir nun auch einiges über die „MS Bleichen“ erfahren.



 
Das Motorschiff „BLEICHEN“ wurde 1958 auf der Nobiskrug Werft in Rendsburg gebaut. Als Antrieb des Schiffes dient ein 1958 bei der Klöckner-Humboldt-Deutz AG in Köln hergestellter, direkt umsteuerbarer 4-Takt Dieselmotor mit Turbolader.
 

 

Hier die Daten des Motors: 

 

Leistung:

Nur 1.800 PS (1324 KW)

Nenndrehzahl:

275 U / min

Brennstoffverbrauch:

Diesel 183 ltr. / Stunde bei 220 U / min.

Zylinderzahl:

8

Zylinderdurchmesser:

420 mm

Kolbenhub:

660 mm

Motorlänge:

8 Meter

Motorhöhe:

3,7 Meter

Motorgewicht:

55 Tonnen

 
Ein Blick in den Laderaum, in dem es sich ein Maler bequem gemacht hat.


 Nach seiner in Betriebnahme transportierte sie von Hamburg ausgehend Stückgut nach Schweden und Finnland. Die Rückladung nach Hamburg bestand überwiegend aus Papierrollen und Holz. Eine Reise von Hamburg nach Finnland und zurück bewältigte die Bleichen in 14 Tagen. Um auch im Winter die Ostsee ohne ständige Eisbrecherhilfe befahren zu können, wurde die Bleichen so gebaut, dass sie  die höchste finnische Eisklasse erhielt. Machte die Eislage das Anlaufen der skandinavischen Häfen unmöglich, wurden auf Reisen nach Westafrika Tropenholz , Kakaobohnen oder Erdnüsse nach Hamburg gebracht.
Im Jahre 1970 wurde die Bleichen an italienische Eigner verkauft und in CANALGRANDE umbenannt. 1979 wechselte die Bleichen erneut den Besitzer und gelangte in den Besitz eines türkischen Reeders, der es unter dem Namen ARCIPEL im Mittelmeer und im Schwarzen Meer einsetzte. 1993 dann erfolgte eine erneute Umbenennung in OLD LADY mit Heimathafen Moroni, die Hauptstadt der Komoren, einer Inselgruppe vor Ostafrika. An dem Fahrtgebiet und der Ladung, überwiegend Massengut, hatte sich bis zu ihrem Verkauf im Dezember 2006 nichts geändert. Nach kurzem Werftaufenthalt in der Türkei wurde die OLD LADY im Januar 2007 von ihrer türkischen Besatzung nach Hamburg gebracht. Nach einer 17 tägigen Reise und starkem Sturm legte sie unter eigener Kraft  an den 50er Schuppen an.
Für die Instandhaltung und den weiteren Betrieb als Museumsschiff wurde schließlich der Verein „Freunde des Stückgutfrachters MS BLEICHEN e.V.“ gegründet.

 

Die BLEICHEN soll nicht nur einfach als Museumsschiff fest am Kai liegen, sondern nach erfolgter Restaurierung wieder Reisen in ihr altes Fahrtgebiet Ostsee machen.


Im Feigelände stand dann die Hamburger Hafenbahn sowie mehrere Waggons und Kesselwagen, die alle von Eisenbahnfreunden mit viel Liebe restauriert wurden oder noch werden.






In einem Waggon gab es sogar Kaffee und Kuchen.




Auch viele Verladekräne sind hier im Originalzustand zu bewundern.




Dann gingen wir zurück zum Schaudepot. Vor dem Depot fiel uns ein seltsames Fahrzeug auf, es handelte sich um einen sogenannten Van Carrier.

 

Der Van-Carrier oder auch Portalhubwagen genannt, ist ein Transportfahrzeug zum Einsatz auf dem Containerterminal für den Containertransport. Der dort ausgestellte Van Carrier stammt aus dem Jahre 1971 und wird noch heute zu besonderen Anlässen zur Demonstration auch in Betrieb gesetzt.

Im Schaudepot fanden sich viele Ausstellungsstücke, von Kakao und Gewürzproben über Elektrotransportwagen, Waagen, Kranhaken, Trockentaucheranzügen, einer der ersten Druckkammern und vieles mehr.











Für die anstehende Museumsnacht wurde kräftig der Staublappen geschwungen.
 
 
Danach ging es dann wieder zu den Rollern und wir starteten unsere Heimreise. Wir fuhren über Neuhof, Wilhelmsburg, Bullenhausen nach Hoopte.



 Dort ließen wir den Tag bei einer Tasse Kaffee Revue passieren. Nach und nach löste sich unsere Gruppe auf und wir fuhren nach einem schönen, sonnigen Tag nach Hause.
 

Wir danken unserem Rollerfreund Orje, der bei dieser Fahrt den Part des Tourenguide übernahm.

 



Ebenso gilt unser Dank unserem Rollerfreund Eugen,



der mit Orje zusammen diese Tour geplant hat.

© by Heideroller Peter
Short Infobox  
 



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